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Hazel Rosenstrauch
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Zur AutorinHazel Rosenstrauch wurde am Ende des Krieges in London als Tochter österreichischer Emigranten geboren, wuchs in Wien auf, versuchte, in die USA und nach Kanada auszuwandern und landete in Deutschland. Sie hat als Sozialwissenschaftlerin, Journalistin und Redakteurin gearbeitet und lebt jetzt als Autorin in Berlin. Von 1997 bis 2007 leitete sie die Zeitschrift "Gegenworte" Buchveröffentlichungen: Aus Nachbarn wurden Juden. Ausgrenzung und Selbstbehauptung, Berlin 1988. Beim Sichten der Erbschaft. Wiener Bilder für das Museum einer untergehenden Kultur, persona verlag Mannheim 1992 ff. Die Grazie der Intellektuellen. Natascha und der Faktor S., persona verlag 1995. Varnhagen und die Kunst des geselligen Lebens. Eine Jugend um 1800, Verlag Das Arsenal 2003. Wahlverwandt und ebenbürtig. Caroline und Wilhelm von Humboldt, Die Andere Bibliothek im Eichborn Verlag 2009. Textprobe"Die Vergangenheit wird neu geordnet. Man geht heute anders mit ihr um und mich interessiert dieses Umgehen. Umgehen? Wie bei den Erinnerungen an den Mauerfall werden auch bei der Erinnerung an den Nationalsozialismus neue Legenden gewoben, Geschichten erfunden und uminterpretiert. Welche Rituale, Mythen, Floskeln, Standards und vielleicht auch neue Mauern sind entstanden? Welche neuen deutschen, jüdischen, jüdisch-deutschen oder auch europäischen Identitäten tauchen aus der Finsternis auf und was hätte Harry Heine dazu gesagt? Ich spaziere durch Berlin, lese Zeitungen und sehe Filme, in denen "Jüdisches", die Judenverfolgung, die deutsche Schuld und Verwandtes thematisiert werden, und spähe in umgekehrter Richtung - Forschungsobjekte schauen Euch an. Es sind unfertige und nicht auf Fertigkeiten zielende Gedanken, Beobachtungen, Briefe, Erinnerungen und Nachgeschmäcker, die sie hinterlassen." (Aus dem Vorwort) |